Burnout

Wenn auf Sie Sätze zutreffen wie
- „ich kann nicht mehr“
- „ich habe keine Kraft mehr“
- „ich fühle mich leer“
- „ich spüre mich nicht mehr“
- „was soll das Ganze?“
liegt der Verdacht auf emotionale Erschöpfung nahe. Kommt dann noch Unzufriedenheit mit der beruflichen und/oder privaten Situation hinzu, sind die Weichen für einen Burnout-Prozess gestellt.

Die Entwicklung eines Burnouts verläuft in Phasen

Überlastungsphase:


Anfangs sind es Ärger, Gereiztheit, Ungeduld, Unzufriedenheit und der Zeitdruck, die das Erleben bestimmen und der Umgebung oft noch eher auffallen als den Betroffenen selbst. Der Einsatz wird verstärkt, Arbeit mit nach Hause genommen, weniger Schlaf wird zur Norm, diffuse Dauerschmerzen treten auf, Beziehungen verschlechtern sich.

Alarmierungsphase:


Dann kommt es zur Abstumpfung oder zur Bitterkeit. Starke Schlafstörungen, Gefühle der Überforderung, Versagensgefühle, Angst und depressive Episoden tauchen auf. In der Reaktion darauf wird Sport entweder im Übermaß betrieben oder ganz minimiert; sozialer Rückzug beginnt, Krankheiten, Konzentrationsschwierigkeiten und Partnerschaftsprobleme nehmen zu.

Knock-out-Phase:

Schließlich bestimmen Hilflosigkeit, Verzweiflung und innere Leere das Gefühl. Gefühle wirken wie abgeschaltet bei gleichzeitiger großer innerer Unruhe. Alkohol-, Nikotin- und Tablettenkonsum etc. nehmen zu und werden suchthaft, suizidale Gedanken können auftreten. Hohe Antriebslosigkeit, Albträume, diffuse Körpersymptome und Schmerzen, Zukunftsangst, Denkstörungen und die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen, sind weitere Symptome.

Behandlung:

In der ersten und zweiten Phase geht es vorwiegend lösungsorientiert (Coaching) um folgende Schritte:

• Identifizierung der entscheidenden Stressoren (was macht mir von außen Druck?)
• Identifizierung stressverschärfender Gedanken und innerer Antreiber (womit setze ich mich selbst unter Druck?)
• Identifizierung wichtiger Ressourcen, aus denen Sie Kraft schöpfen können (z.B. Entspannungstechniken, soziale Kontakte, Bewegung, ausgleichende Interessen)
• Stärkung der instrumentelle Stresskompetenz: Sie verfügen über ausreichend Tools und angemessene Bewältigungsstrategien (Coping-Muster), um Herausforderungen konstruktiv anzugehen.
• Stärkung der mentale Stresskompetenz: Sie verfügen über Techniken, ihre Gedanken in konstruktive Bahnen zu lenken, innere Antreiber zu relativieren und ihre Emotionen zu steuern.
• Stärkung der regenerative Stresskompetenz: Sie verfügen über Techniken zur Entspannung, kennen und nutzen ihre „Tankstellen“, pflegen Ressourcen und einen ausgewogenen Lebensstil

In der dritten Phase mit Reaktionsbildung in Form von Angststörungen, Depression oder chronischen psychosomatischen Symptomen sind berufliche Auszeit, Psychotherapie und evtl. ein Klinikaufenthalt angebracht.
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